Die Schulgemeinschaft zusammengeschweißt

Die Schulgemeinschaft zusammengeschweißt

Die Fahrt nach Rom war für die Schülerinnen der Mädchenrealschule ein Hammer-Erlebnis
Eine ergreifende Papstaudienz, das geschichtsträchtige Kolosseum, die italienische Kultur und jede Menge Partystimmung: Die fünftägige Studien- und Pilgerreise nach Rom war für 252 Schülerinnen der Volkacher Mädchenrealschule und 28 Begleitpersonen ein unvergessliches Erlebnis. Nach ihrer Rückkehr waren sich die Schülersprecherinnen der drei Jahrgangsstufen acht bis zehn und Schulleiterin Doris Roth einig: Diese Reise hat Schülerinnen und Lehrer, die Klassen untereinander und die gesamte Schulgemeinschaft zusammengeschweißt.
Am Sonntag, 4. November startete die fast 300-köpfige Delegation in Richtung italienischer Hauptstadt. Mindestens ebenso viele Angehörige winkten den Mädchen in den Bussen zu, als sie am Volkacher Freibadparkplatz zu der einmaligen Tour in den Süden starteten. Für die Zehntklässlerinnen war die Studienreise gleichzeitig die Abschlussfahrt ihrer Realschulzeit. In den modernen Omnibussen der Firma „alpetour“, die sich auf Studienreisen für Schulen spezialisiert hat, fehlte es an nichts. Für Schulsprecherin Célina Michelle Ehrler (10. Klasse) war sogar eine Geburtstagsparty in der bevorstehenden Nacht organisiert. Mit grooviger Musik, leckeren Häppchen und alkoholfreiem Secco verging die 17-stündige Fahrt über die Alpen wie im Flug. „Meine Familie war zwar nicht da, aber dafür meine ganzen Freunde“, schwärmt Célina heute noch von der außergewöhnlichen Happy-Birthday-Action mit den etwa 60 Zehntklässlerinnen. Auch für die Achtklässler war die Busfahrt dank guter Soundanlage im Bus und „sehr netter Busfahrer“ ein kurzweiliges Vergnügen. Auf den Bildschirmen lief „Harry Potter“, erinnert sich Schulsprecherin Dolores Prieto Pacheco (8.). Die Neuntklässler dagegen nutzten die Fahrt um Energie und Kraft aufzutanken. „Wir haben ziemlich bald geschlafen“, erzählt Schulsprecherin Julia Lindner (9.). Auf der Camping-Ferienanlage bei Rom angekommen, startete das fünftägige Miteinander, das viele neue Freundschaften brachte. „Das gemeinsame Essen und die Kommunikation untereinander waren einmalig“, blickt Célina zurück. In Gruppen wurden Stadt und Umgebung erkundet, im Speisesaal traf man sich dann immer zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Das Forum Romanu und das Kolosseum waren für Célina die Höhepunkte. „Da hatte man die ganze Geschichte von Rom unmittelbar vor Augen“, schildert sie. Für Dolores war die Papstaudienz ein sehr emotionales Erlebnis. „Einige meiner Mitschülerinnen haben geweint, weil sie das so berührt hat“, erzählt sie von der Zusammenkunft von 70 000 Menschen aus aller Welt. „Meine verstorbene Großmutter hätte sich gefreut, wenn sie erfahren hätte, dass ich beim Papst war“, denkt Julia indes an ihre Oma. Die Sehenswürdigkeiten der Stadt hautnah zu erleben, war für sie das Größte: „Es war wunderschön.“ Den Ausflug ans Meer empfand sie dagegen als enttäuschend: „Der Strand war total verschmutzt. Überall Verpackungsmüll.“ Sie kann nicht verstehen, dass Menschen das Meer so verschmutzen. Dankbar sind die Schülersprecherinnen für die perfekte Organisation der Reise und den guten Service sowohl in den Bussen wie am Camping. Das Fazit der drei Schulsprecherinnen: „Die Reise war wahnsinnig spannend und abwechslungsreich“ (Célina). „Es war jeden Tag ein neues Erlebnis, oft anstrengend, weil wir viel laufen mussten, aber auch ziemlich cool“ (Dolores). „Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir Schüler die Chance bekommen haben, überhaupt einmal nach Rom fahren zu können. Das gibt es nicht in jeder Schule – ein einmaliges Erlebnis. Quer durch alle Schulklassen haben wir uns besser kennen gelernt“ (Julia). Schulleiterin Doris Roth, die vor der Reise noch sehr aufgeregt war, zeigte sich nach der Rückkehr entspannt und mehr als zufrieden: „Es war eine rundum gelungene Pilger- und Studienreise, die bei jedem Teilnehmer einen fortwährenden Eindruck hinterließ.“ Die jetzigen Fünftklässler, die leider zuhause bleiben mussten, dürfen sich indes schon freuen, denn die Schulleiterin plant in fünf Jahren eine Wiederholung der Tour nach Rom.

Die fünftägige Studien- und Pilgerreise nach Rom war für 252 Schülerinnen der Volkacher Mädchenrealschule und 28 Begleitpersonen ein unvergessliches Erlebnis.

Text: Herr Peter Pfannes (Main Post)