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Orientierungstage der Klasse 9 a


14.11.2017

9 Bilder in der Galerie "2017-18 Orientierungstage der Klasse 9 a" vorhanden.

 
Nachtwanderung:
 
Noch am Abend des Ankunft-Tages brachen wir zu einer Nachtwanderung auf. Einige unsichere Blicke erntete Martin, als er sagte, dass wir alleine gehen müssten, aber Laternen in Sichtweite stehen würden. Da niemand so wirklich alleine ging, suchten wir dann zusammen nach Laternen. Zuerst mussten wir über einen kleinen Bach. Es gab keine Brücke, nur ein schmales Brett führte auf die andere Seite. Es war dunkel und eine Schülerin passte nicht auf und bekam nasse Füße. Als nach einem Stück Feldweg Slaglines übereinander über dem Bach gespannt waren, verließ einige der Mut. Nach ein paar Diskussionen kamen doch alle auf der anderen Seite an. Weiter ging es einen steilen Berg nach oben, den wir im Dunkeln an einem Seil als „Treppengeländer“ ersteigen mussten. Danach kam noch ein kurzer Feldweg und dann war auch schon das Ziel zu sehen. Als wir uns nach langer Zeit endlich alle gesammelt hatten, bemerkten wir, dass sechs Mitschülerinnen fehlten. Frau Girwidz ging Richtung Jugendherberge zurück und fand sie gesund und munter am Feuer im Innenhof. Als wir dann alle wieder im Innenhof des alten Klostergebäudes standen, redeten wir noch über den Tag. Gegen 23:00 Uhr fielen wir dann alle müde ins Bett.
von: Emily Hammer
 
Eigene Meinung: 
 
Als wir in Maihingen ankamen, waren wir zuerst ziemlich geschockt, kein Handy Netz. Frustriert machten wir aus der Situation das Beste. Gleich am ersten Tag war diese Frustration wie weggeblasen. Wir hatten sehr viel Spaß bei den Übungen. Einander zu vertrauen hatte höchste Priorität. Nach diesen Tagen können wir sagen, dass wir als Klasse mehr zusammengewachsen sind, trotz ein paar Situationen, in denen uns der Mut drohte zu verlassen. Wir, die Klasse 9a, hätten am Anfang nicht gedacht, dass wir so eine schöne Zeit erleben werden. Uns haben die drei Tage geholfen näher zusammen- zuwachsen und zu lernen, dass jede so ist wie sie ist, denn jeder Mensch hat andere Fähigkeiten und Talente.
von: Christina Hoh

Der Sprung:

 
Zehn Meter über dem Boden, an einem Seil befestigt, sprangen wir in die Tiefe. Wir arbeiteten die Tage davor immer in Teams zusammen und hatten immer jemanden an der Seite, auf den man sich verlassen konnte. Bei dieser Übung sollten wir uns jedoch auch mal etwas alleine trauen und im Vertrauen einen Sprung, den die anderen sicherten, in die Tiefe wagen. Wir setzten Helme auf, legten einen Sicherheits-Gurt an und dann gings los. Bei diesem Sprung hatte man das Gefühl frei zu sein und dass alle Sorgen oder Ängste an einem vorbeifliegen. Die Schülerinnen, die so viel Mut aufbrachten, waren danach sehr stolz auf sich selbst, denn sich selbst etwas zu trauen und seine Ängste zu überwinden, darauf kann man sehr stolz sein.
von: Christina Hoh
 
 
Allgemein:
 
Wir, die Klasse 9 a, fuhren am 11.10.2017 um 08:30 Uhr nach Maihingen zu den Orientierungstagen. Drei spannende Tage warteten dort auf uns. Ob Klettern, Nachtwanderung oder Teamspiele, es war alles dabei. Als Klasse wuchsen wir von Tag zu Tag immer mehr zusammen. Viele schöne Momente und Erinnerungen konnten wir dort miteinander teilen. Auch unser selbst gestalteter Gottesdienst durfte nicht fehlen. Wir gaben uns sehr viel Mühe in kleinen Teams den Gottesdienst vorzubereiten, jede half wo sie nur konnte und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Wir hatten während der drei Tage sehr viel Spaß und würden es immer wieder machen.
von: Christina Hoh
 

Der Sprung
 
Mein Herz pocht wie verrückt. Heute erleben wir den zweiten Tag im Schullandheim und im Moment mache ich eine Übung, die meinen Mut stärken soll. Ich habe mich bereit erklärt, gesichert eine freistehende Leiter hinaufzuklettern und anschließend herunter zu springen. 
Nun ist es soweit. Meint Gurt ist am Seil befestigt und es gibt kein Zurück mehr. Mit schwitzenden Händen fasse ich an eine glatte, kalte Sprosse der Leiter. Die ersten Stufen sind noch einfach zu erklimmen, doch weiter oben, in den von Rasen und Pflanzen umgebenen Innenhof blickend, wird mir mulmig zumute. Der Wind weht mir kalt ins Gesicht. Erschreckt stelle ich fest, dass die Leiter ins Wanken gerät. Ich klammere mich, so gut wie möglich, noch fester an die Sprosse, sodass meine Fingerknöchel weiß hervortreten. Nicht nach unten sehen, sage ich mir selbst, da die Blamage, nur wegen etwas Höhenangst herunterzusteigen, zu groß wäre. Entschlossen nach oben in den Himmel blickend, erklimme ich weiter das wackelige Gestell. 
Hand – Fuß – nach oben ziehen. Immer wieder das Mantra wiederholend, um nicht von meiner Angst überwältigt zu werden, stakse ich steif wie ein Brett weiter. Gleich ist es geschafft! Nur noch eine Sprosse, dann kommt mein Sprung. Doch zuvor ist noch ein kleines Holzbrett, welches als Sitz oben an der Leiter befestigt ist, zu er-klimmen. Es kostet mich große Überwindung mein Bein über die ungewöhnliche Sitzgelegenheit zu schwingen und mich hinzusetzen, aber auch das ist in ein paar Sekunden passiert. Mit geschlossenen Augen konzentriere ich mich auf das, was noch vor mir liegt. Nur noch mein Atem ist zu hören, da nun alle meine Klassenkameradinnen im Innenhof zu mir hoch schauen und gespannt auf meinen Sprung warten. Kon-zentriert und mit zitternden Händen umfasse ich das raue, blaue Seil, welches an meinem Gurt befestigt ist, öffne die Augen und springe. Mein schriller Schrei hallt laut von den Hauswänden wieder. Der Boden kommt immer näher, doch dann fängt das Seil meinen Sprung und wie ein Vogel gleite ich nun durch die Luft. Nach ein paar Schwüngen werde ich heruntergelassen, bis ich wieder den festen Boden unter meinen Füßen spüre. Zitternd sinke ich in mich zusammen. Das war eindeutig die beste Aktion, die ich je in einem Schullandheim erlebt habe.
 
Text: Regina Dülk, 9 a
 
Textverfassung im Rahmen der Schulaufgabenvorbereitung zum Thema Schilderung.
 
 
 
 


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